Aufsatz: Augenblickserfahrung und Internationalität in der Haiku-Dichtung                                                                                                                                                                                            zurück

 

 

 

Augenblickserfahrung und Internationalität in der Haiku-Dichtung

Nachwort aus "Hinterhofhitze. Moderner Kurzlyrik - Haiku und Haibun", 2005

 

 

 

 

Wurzeln

Das Haiku haben wir der japanischen Kettendichtung zu verdanken. Im 17. Jahrhundert des alten Japan erreichte die Kettendichtung ihren Höhepunkt. Matsuo Bashô (1644-1694) war ein Meister des geselligen Dichtens, löste sich aber bald von der traditionellen Form der aristokratischen ushin renga-Dichtung und etablierte eine eher unterhaltsame Version der Kettendichtung haikai no renga. Den Startvers einer jeden Renga-Sequenz koppelte Bashô sehr bald aus und machte dieses hokku als eigenständiges Gedicht bekannt. Aber erst der Haiku-Poet, Shiki (1867-1902), also fast zweihundert Jahre später, gab diesem Gedicht seinen heute weltweit bekannten Namen haiku (haikai no hokku)

Es gibt seit vielen Jahren kongeniale Übertragungen von japanischen Haiku in nichtjapanische Sprachen dieser Welt, durch die auch wir mit der kürzesten Gedichtform aller Literaturen erst bekannt gemacht wurden. Unsere zeitgenössische deutschsprachige Haiku-Dichtung erhebt nicht den Anspruch, japanische Haiku zu kreieren. Aber diese unverwechselbare Gedichtform, die den Geist der japanischen Haiku-Poesie atmet, bereichert zunehmend nichtjapanischsprachige Literaturen. Wie in Japan selbst, machen alle nationalen Literaturen, die das Haiku nachbilden, eine ähnliche Entwicklung durch. Sie setzen sich mit dem traditionellen Regelwerk der japanischen Haiku-Dichtung auseinander, sind aber bestrebt, neue poetische Lösungen zu finden.

 

Shasei

 

Wenn sich Shiki noch an siebzehn Silben und das Jahreszeitenwort kigo hielt, hatte das mit dem ureigensten japanischen Sprachgefühl und der dominierenden Bedeutung der Jahreszeiten zu tun. Alle anderen Regeln der Bashô-Ära waren für ihn nicht mehr bindend. Shiki hielt sich konsequent an ein neues Konzept: Er „skizzierte" literarisch das reale Leben (sketching from life) so, wie es ist. Diese wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Beobachtung in der Natur oder im menschlichen Miteinander bezeichneten schon die chinesischen Maler als shasei. Radikaler Realismus – ohne deutende Hinweise – verzichtet bewusst auf subjektive Wertungen bzw. Interpretationen und wurde so auch zum wesentlichen Merkmal für die Kurzlyrik seit Shiki und gilt – für eine bestimme Haiku-Technik – noch heute für unsere Kurzgedichte, die gewissermaßen Momentaufnahmen gleichen.

Dhugal Lindsay1 erklärt den Begriff shasei mit der Handhabung eines Fotoapparates. Während der spontane Schnappschuss das „objektive shasei" bedeute, werde ein Bild, aufgenommen mit Zwischenringen oder Filter, zum „subjektiven shasei". In der Beschreibung einer Augenblickserfahrung nutzt der moderne Haiku-Autor beide Strategien der Beschreibung einer Szenerie: Das objektiv realistische Haiku in der Tradition des shasei und die subjektiv gefärbten Texte. Die Subjektivität im Haiku, seine emotionalen Anspielungen, die ihren Ursprung in unserer Ethik, unseren Erfahrungen und unseren Erkenntnissen haben, wird besonders deutlich in Texten, die unser Zusammenleben thematisieren. Während in der ersten Übernahmezeit die Haiku-Dichtung in nichtjapanischen Kulturkreisen noch streng auf die Beobachtung eines Naturereignisses beschränkt war und ein direkter Bezug zu den Jahreszeiten durch ein kigo und damit zu den vier Abschnitten des Lebens hergestellt werden musste, vertiefen sich zeitgenössische Haiku-Autoren immer mehr in die Gesamtheit unseres menschlichen Seins. Die Verwendung eines kigo wird für viele Texte immer seine Berechtigung haben, um eine erfühlte jahreszeitliche Stimmung zu beschreiben. Andere Autoren stellen einen eher indirekten Bezug zu den Jahreszeiten her oder verwenden andere Schlüsselwörter und Schlüsselthemen aus ihrem soziokulturellen Lebensumfeld.

 

Haiku-Techniken

 

Noch zu oft wird die Gedichtform, die wir Haiku nennen, auf einen sträflich simplen Nenner gebracht: Haiku ist ein Dreizeiler, der im Silbenschema zeilenweise in 5/7/5 Silben strukturiert ist und ein Naturereignis zu einer bestimmten Jahreszeit beschreibt. Genau das sind keine essentiellen Kriterien für das Haiku. Paul Klee (1874-1940) sagte. „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." Die Haikudichtung beschreibt – enorm verdichtet und oft provokativ – das Leben in seiner ganzen Vielfalt. Mit äußerster Prägnanz sollte im Ungesagten das Unsagbare gesagt werden. Die knappe Beschreibung eines Ereignisses, so wie es der Autor beobachtet, selbst erfährt oder berichtet bekommt, verschafft dem Leser – ohne Belehrung, ohne Vorinterpretationen oder erklärende Wendungen – den Raum und das Vergnügen, in die Tiefe der Assoziationswelt des Autors zu treten und schlaglichtartig in der kurzen Begegnung mit der Natur oder im gesellschaftlichen Leben das zu entdecken, was im Text eben nicht ausgesprochen wurde. Nach dem Lesen eines Textes werden unsere Sinne und unsere Vorstellungskraft aktiviert, sodass aus der Stille der Moment erlebt wird, in dem zwischen Autor und Leser „Haiku passiert". Dieser plötzliche im Echo erlebte Erkenntnisblitz, der „Haiku-Moment", wird durch unterschiedliche Techniken2 ausgelöst. Der Moment einer solchen zündenden „Erleuchtung", die Autor und Leser verbindet, kann durch unausgesprochene Vergleiche, durch bewusste Polarisierung im Text und durch die überraschende Wendung von Bedeutungen erzielt werden. Andere Dichter nutzen Wortspiele, Homonyme, kulturelle Assoziationen oder Metaphern. Beliebte Techniken sind das sabi – eine wehmütige Stimmung von Einsamkeit und Verlassenheit – oder die Schilderung des wabi – eine Situation in harter Armut und herber Schönheit –, die den Leser im Nachhall zu neuen Gedanken inspirieren und andere Sinnebenen eröffnen.

 

Silbenschema

 

Im Gegensatz zur schlichten Tradierung der Haikudichtung über das japanische Silbenschema besteht heute weltweit Konsens darüber, dass jedes Wort im Haiku nur die Bedeutung haben sollte, die ihm zukommt.

Erfahrene Sprachwissenschaftler3, Autoren und Haiku-Experten bestätigen, dass die so genannte 17-Silbenregel auf einer falschen Voraussetzung beruht. Die siebzehn „sound units" der japanischen Haiku können nicht mit siebzehn nichtjapanischsprachigen Silben gleichgesetzt und gezählt werden und es ist erwiesen, dass in nichtjapanischsprachigen Texten weniger Silben notwendig sind, um die gleiche Informationsmenge zu übertragen, als das in der japanischen Sprache mit 17 Silben erforderlich wäre. Haiku-Autoren sollten nur ihrem eigenen Sprachgefühl folgen und den Schwerpunkt auf die Essentials der Haikudichtung legen, die wir mit Prägnanz, Wahrhaftigkeit, mit dem verborgenen Sinn, Nachhall und Synästhesie näher beschreiben. Es ist bedauerlich, wenn gute Texte verworfen oder zu ihrem Nachteil verändert werden, d.h. mit bedeutungslosen Wörtern aufgefüllt oder unleserlich verkürzt werden, nur weil eine Silbe nach einem sprachfemden Silbenschema zuviel oder zuwenig abgezählt wurde. Der Text sollte in einfachen und klaren Worten abgefasst sein, deren Inhalt der Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit dient. Das Silbenschema sollte dem Inhalt des Textes helfen4 und nicht umgekehrt. In neuesten Publikationen europäischer Anthologien und für die internationale Haiku-Community gibt es längst ein achtungsvolles und tolerantes Nebeneinander der äußeren Form, denn es geht um das gemeinsame Ziel, dass das gelungene Haiku lebendiger und kreativer Bestandteil der nationalsprachigen Literaturen wird.

 

Themen der Haiku-Dichtung

 

Grundsätzlich versucht der Autor in der Rezeption von alltäglichen Ereignissen oder in der Wahrnehmung einer Augenblickserfahrung nicht nur die Natur, sondern ebenso die harte Realität des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens zu beschreiben. Der Leser, von eigenen Erfahrungen aktiviert, kann das Unausgesprochene erfühlen und auf psychologische, politische oder philosophische Sinnebenen und auf tiefere geistesgeschichtliche Zusammenhänge schließen.

Die Texte, die von Krieg, Gewalt, Greueltaten, von Naturkatastrophen, von menschlichen Tragödien, Sex, Armut, sozialem Unrecht, ernsten Unfällen und menschlichen Schwächen bzw. Krankheiten handeln, werden von Susumu Takiguchi als vanguard haiku, hard haiku oder real haiku bezeichnet5.

Dieser eher isolierenden Kennzeichnung als vanguard haiku stelle ich lieber das ganzheitliche Haiku von Dietmar Tauchner entgegen. Das heißt, „[...] wach zu sein für den gegenwärtigen Moment, diesen in seiner Fülle und Ganzheit wahrzunehmen, möglichst ohne intellektuelle Selektion und sentimentale Projektion. Objekt und Subjekt werden eins. Diese Einheit, diese Ganzheit bedeutet: nichts auszuschließen. Folglich kennt das ‚ganzheitliche Haiku‘ keine Scheu, auch jene Bereiche des Daseins aufzugreifen, die unangenehm sind oder verpönt werden, um ganz und gar in der Wirklichkeit zu fußen."6

Die Beschäftigung mit den Wurzeln der Haikudichtung und die Praxis der eigenen Kurzlyrik-Komposition führen auf zwingende Weise dazu, die Natur und die Menschen in ihrem soziokulturellen und politischen Kontext wahrzunehmen und unscheinbare, winzigste Ereignisse viel genauer zu sehen und für eine andere Sinnebene zu beschreiben, damit der entstandene Text mit seiner Symbolhaftigkeit, Mehrdeutigkeit und Ausdrucksvielfalt beim Leser zum Haiku werden kann.

Unsere Haiku-Dichtung macht vielleicht besonders deutlich, dass wir Teil der Natur und der zu schützenden Umwelt sind. Diese tragende Rolle des Haiku mündet in der weltweiten Bewegung von Haiku-Dichtern, ein Bewusstsein zu fördern, das uns als denkende Wesen einen Platz voll Achtsamkeit im Zusammenleben mit den Menschen und der uns umgebenen Natur zuweist. Die besondere Kunstfertigkeit dieser Dichtung besteht gerade darin, dass das sittliche Denken des Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen so im Haiku enthalten ist, ohne dass Deutung, Vorinterpretation oder Belehrendes bzw. eine ideologische, humanistische oder politischen Positionierung den Raum für den Leser verstellen.

 

Das Haiku ist Weltkulturerbe

 

Durch das Internet hat sich die Kurzlyrik, besonders die Haiku-Dichtung zu einer Literaturgattung entwickelt und etabliert, die rund um den Erdball in vielen Kulturen und Sprachen begeistert angenommen wurde. Diese Globalisierung einer Gedichtform ist einmalig in der Literaturgeschichte. Durch die Internationalisierung dieser Gedichtform empfängt das Haiku

aus vielen Kulturen und Sprachen kreative Impulse. Die Vielfalt der Themen und die Kreativität der Herangehensweise durch die Autoren, die in unterschiedlichen Klimazonen, Landschaften und gesellschaftlichen Systemen leben, machen die moderne Kurzlyrik zu einer der spannendsten und kreativsten Gattung der Literatur im 21. Jahrhundert.

Wo aber steht das Haiku in der aktuellen deutschen Lyrikdebatte?

In der neuesten Ausgabe von 2004 des Arbeitsbuch der deutschsprachigen Lyrik seit 1945 existiert eine deutschsprachige Lyrikform Haiku nicht. Dieter Hoffmann7 informiert neben der „traditionellen Dichtung über die Dichtung an der Grenze des Sagbaren, über experimentelle Lyrik, konkrete Poesie, politische Lyrik, Alltagslyrik und Neue Subjektivität, über Postmoderne und Montagelyrik", aber nicht über deutschsprachige Kurzlyrik. Sind es doch genau die zentralen Eigenschaften, wie „sprachkreative Abwandlung konventioneller Strukturen, hohe sprachliche Kompetenz und die Eigenart, mit wenigen Worten komplexe Verweisungszusammenhänge herzustellen [...]", die wir gerade in der Haiku-Dichtung wieder finden! In zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen wird immer wieder auf dieses Defizit aufmerksam gemacht, um diese Lücke in der deutschsprachigen Lyrik schließen zu helfen.

In den Standardwerken und Anthologien8,9 erschreckt die poetologische Ignoranz gegenüber einer ganzen Kategorie der Lyrik, der Haiku-Dichtung. In Zeiten eines produktiven Zusammenrückens der Kulturen der Welt gibt es keine Erklärung dafür, dass in den einschlägigen Arbeits- und Handbüchern kein einziges Haiku deutscher Autoren vorgestellt wird. Autoren, die Texte nach dem Muster japanischer Kurzlyrik schreiben, engagieren sich dafür, dass das gemeinsame Gefühl einer Assoziationsspielrunde aus der uralten Kettendichtung, aus der das Haiku einmal geboren wurde, auch vor dem Hintergrund einer völlig anderen Kultur, nicht verloren gehen darf. In der internationalen Haiku-Community längst Wirklichkeit, sollte dieses Gefühl auf alle interessierten Lyrikfreunde übertragen werden. Die literarische Welt von heute und morgen überlebt nur, wenn poetische Kreativität nicht ausgeschlossen wird!

 

Internationalität

 

Die Vernetzung von nationalen und internationalen Haiku-Gesellschaften, privaten Websites, E-Journalen und elektronischen Briefwechseln half der Haiku-Dichtung aus der Einsamkeit der Schreibstuben heraus. Innovative Ideen, Themen und Gestaltungsmöglichkeiten werden vielen Poeten der Kurzlyrik zugänglich und können in einer vergleichsweise sehr kurzen Zeit in interaktiven Werkstätten diskutiert, gegebenenfalls korrigiert bzw. weiterentwickelt werden. Darüber hinaus führen Aufsätze, Haiku-Rezensionen, Online-Werkstätten und nicht zuletzt englischsprachige Beiträge der internationalen Haiku-Gesellschaften oder der Haiku-Journalen nationaler Autoren-Vereinigungen zu einer intensiven Interaktion auf diesen Foren im Internet.

Die internationalen Kontakte der Haiku-Dichter, Kongresse, virtuelle Autorentreffen und namhafte Wettbewerbe machen es möglich, dass auch unsere deutschsprachigen Texte anderen Haiku-Poeten bekannt gemacht werden. Oder umgekehrt: Wie nah sind uns zum Beispiel preisgekrönte Arbeiten von Poeten aus Italien, Norwegen oder Brasilien durch wöchentliche oder monatliche Veröffentlichungen auf Publikations-Portalen im Internet. Allerdings müssen wir uns auch der Gefahren einer globalen Adaption dieser – ursprünglich rein japanischen –
Lyrikform bewusst sein. Es wird nie das Welthaiku geben, das nur englischsprachig und im Internet präsent ist. Die Menschen sprechen die unterschiedlichsten Sprachen, leben unter verschiedenen klimatischen Bedingungen und reagieren auf andere Schlüsselwörter oder Schlüsselthemen, als sie im klassischen Haiku einmal vorgedacht waren. Sie interpretieren das Wunder des Augenblicks in der Natur und all das, was menschlich erfahrbar ist immer wieder neu, um dieses Wunder wenigstens für einen Atemzug mit ihren Lesern zu teilen. Nur in der nationalsprachigen Ausprägung unserer realen Welt erleben wir die kulturnahe Kreativität, die moderne Vielfalt und Frische der Haiku-Dichtung: Gedruckt, gelesen, gesprochen und sogar gesungen.

GB

Berlin, Frühjahr 2005

 

1 Dhugal J. Lindsay: Haiku Universe, Internet: http://www.cyberoz.net/city/dhugal/haikuhome.html

2 Jane Reichhold: Writing and Enjoying Haiku. KODANSHA INTERNATIONAL, Tokyo . New York . London, 2002

3 Richard Gilbert and Judy Yoneoka: From 5-7-5 to 8-8-8: An Investigation of Japanese Haiku Metrics and Implicationsfor English Haiku,

  Journal of the Foreign Language Education Center, 2000

Katsuhiko Momoi: Internet: http://www.baymoon.com/~ariadne/form/ Imaoka, Keiko: Forms in English Haiku, 1995. Internet:

Jane Reichhold, HaikuJane. Internet: http://www.haikuworld.org/begin/haikujane.1.html

William J. Higginson: The Haiku Handbook, Kodansha International, March 1992

4 Dhugal J. Lindsay‘s. Form and Subjectivity - A dialogue. Internet: http://www.cyberoz.net/city/dhugal/dialogue.html

5 Susumu Takiguchi: Vanguard Haiku. WHCvanguard 2001 Internet: http://www.worldhaikureview.org/1 2/whcvanguard1_8_01.shtml

6 Dietmar Tauchner: Verpönt, Tabuthemen im Haiku & Senryu, Haiku heute 2005  Internet: http://www.haiku-heute.de/Haiku-Themen

7 Hoffmann, Dieter: Arbeitsbuch. Deutschsprachige Lyrik seit 1945. A. Francke Verlag Tübingen und Basel, 2004

8 Conrady, Karl Otto (Hrsg.): Der Neue Conrady. Das große deutsche Gedichtbuch. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.Artemis und Winkler Verlag,

  Düsseldorf - Zürich 2000

9 Frank, Horst J.: Handbuch der deutschen Strophenformen. A. Francke Verlag Tübingen und Basel, 1993

 

 

 
 

Erstveröffentlichung: Hinterhofhitze. Moderne Kurzlyrik - Haiku und Haibun, IDEEDITION 2005